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Susanne Hennig

„Was lange währt, wird leider nicht immer gut“

Zum Kompromiss der Koalition in der Hochschulentwicklungsplanung erklärt Susanne Hennig-Wellsow, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion und LINKE-Landesvorsitzende: „Das längst überfällige Papier der Koalition kommt ein halbes Jahr zu spät, denn eine ausgiebige Debatte im Parlament ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch möglich!“

Mit dem Papier sollen nun die Tatsachen legitimiert werden, die im Vorfeld zwischen Hochschulleitungen und Ministerien hinter verschlossenen Türen geschaffen wurden. „Ein demokratisches Verfahren bezieht die Beteiligten und das Parlament mit ein und lässt sie nicht außen vor“, betont die Bildungspolitikerin.

„Dieses wichtige Papier muss gemeinsam beraten und darf nicht von oben herab beschlossen werden“, sagt Hennig-Wellsow und ergänzt: „Es besteht sonst die Gefahr, dass wichtige Themen, wie der soziale Zugang zu Hochschulen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, gänzlich ausgeblendet werden. Zu diesem Thema muss eine ernsthafte Debatte geführt werden, zu der die Linksfraktion mit ihrem Bildungskonzept und dem Hochschulgutachten ‚Campus Thüringen‘ einen wichtigen Beitrag geleistet hat.“

„Hochschulentwicklungsplanung wird nicht auf dem Basar der Koalitionsfraktionen und der Hochschulleitungen verhandelt, alle Beteiligten müssen einbezogen werden. Die LINKE hat dazu z.B. die Bildung einer Enquetekommission zum Beginn der nächsten Legislatur vorgeschlagen“, so Hennig-Wellsow abschließend.