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Beträchtlichen Ausbildungsabbruch nicht hinnehmen

DIE LINKE im Thüringer Landtag fordert als Konsequenz aus der hohen Zahl der
Ausbildungsabbrecher Verbesserungen in der Berufsorientierung und bei der
sozialen Sicherung der Auszubildenden. Die Sprecherin für Ausbildungsfragen
Susanne Hennig sagt: „Jede Schule muss eine berufswahlfreundliche Schule
werden.“

Die Abgeordnete fordert eine Reform der sozialen Sicherung von Auszubildenden und eine bessere Berufsvorbereitung in der Schule. „Es gibt immer noch zu viele Jugendliche, denen bis zum Schulabschluss nicht die Möglichkeit gegeben wird, ihre Fähigkeiten auf verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren. Es ist dann nicht verwunderlich, wenn viele mit falschen Vorstellungen in eine Ausbildung starten.“ Mit Blick auf das Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“, das im Jahr 2009 13 Thüringer Gymnasien, 13 Förderzentren und 68 Regelschulen erhielten, fordert Hennig: „Jede Schule muss eine berufswahlfreundliche Schule werden.“ Das Siegel zeichnet Schulen aus, die gemeinsam mit Unternehmen und Einrichtungen ihrer Region vorbildlich berufspraktischen Unterricht und berufsorientierende Praktika organisieren.

Hennig sieht auch dringenden Verbesserungsbedarf in der sozialen Sicherung: „Viele Jugendliche stehen während ihrer Ausbildung unter einem hohen sozialen Druck. Hier muss etwas passieren. Wir sind für ein Mindestausbildungsentgelt für alle, die sich in Ausbildung befinden, egal, ob betrieblich oder nichtbetrieblich. Zudem darf es keine beruflichen Ausbildungsgänge geben, die Jugendlichen Gebühren abverlangen. Außerdem muss der Staat stärker als bisher auf Qualität in der Berufsausbildung drängen.“