20. Oktober 2017

Blick nach Katalonien.Einblicke in Politik und Geschehen vor Ort

In Katalonien hat sich das politische Klima seit Mitte der 2000er Jahre stärker als sonst irgendwo im spanischen Staat gewandelt. Jährlich demonstrieren eine Million Menschen für die Unabhängigkeit Kataloniens, Parteien links der PSOE (der spanischen Sozialdemokratie) kommen auf 40% der Stimmen und in vielen Städten sind Aktivist*innen aus sozialen Bewegungen zu Bürgermeister*innen gewählt worden. Im Rahmen einer Bildungsreise mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mitte Oktober haben wir diese verschiedenen Aspekte des gesellschaftlichen Aufbruchs kennen gelernt. Wir haben soziale Zentren besucht, uns mit den sozialen Bewegungen der Unabhängigkeitsbefürworter*innen getroffen und mit linken Kommunalpolitiker*innen über die Herausforderungen vor Ort gesprochen. So konnten wir unter anderem die linken Stadtregierungen von Barcelona und Anhänger*innen der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung zu ihrer Politik befragen. Nun wollen wir die Gelegenheit nutzen, einen Einblick in die politische Lage in Katalonien zu geben und auch Projekte vorzustellen, die linke Politik basisdemokratisch und genoss*innenschaftlich organisieren. Und wir wollen der Frage nachgehen, warum eine Unabhängigkeitsbewegung durchaus auch aus linker Perspektive spannend sein kann. Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.