24. Juli 2017

Solarworld: Thüringen muss Beschäftigten zur Seite stehen

„Ich übermittle den Beschäftigten von Solarworld die volle Solidarität meiner Fraktion und Partei. Mit ihrer Bereitschaft zu einem zeitweiligen Lohnverzicht und Kurzarbeit ab dem 1. August bekennen sie sich klar zum Werk in Arnstadt und verlangen vollkommen zu Recht, dass auch alle anderen Beteiligten alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Erhalt von Arbeitsplätzen und Werk sicherzustellen“, unterstützt Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag und Thüringer Parteivorsitzende, den Kampf der Beschäftigten bei Solarworld.

Hennig-Wellsow fordert vom Freistaat Thüringen, ebenfalls alles zu unternehmen, was möglich ist, um ein Abwandern der hochqualifizierten Belegschaft aus Thüringen zu verhindern: „Die Beschäftigten von Solarworld haben eine Perspektive mehr als nur verdient. Hier sind sie zu Hause, viele von ihnen haben hier Familie. Sie stellen zudem wichtige Fachkräfte in der Region dar, die wir dringend halten müssen – zu viele Thüringerinnen und Thüringer investieren ihre Arbeitskraft schon in westdeutschen Bundesländern.“

Susanne Hennig-Wellsow steht in diesen Fragen auch im engen Austausch mit ihrem Fraktionsvorsitzenden-Kollegen Rico Gebhardt in Sachsen. „Unsere sächsischen Genossinnen und Genossen haben unter anderem die Bildung einer staatlichen Auffanggesellschaft für das Werk in Freiberg ins Gespräch gebracht und haben diesbezüglich für den morgigen Dienstag eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses beantragt. Ich denke, dass wir auch in Thüringen im Sinne der Beschäftigten und zum Erhalt des Werks prüfen müssen, ob eine Auffanggesellschaft oder andere staatliche Instrumente genutzt werden können, um den Zeitraum bis zum Neuantritt eines Investors zu überbrücken. Dabei sollten wir die enge Abstimmung mit Sachsen auf Regierungsebene fortsetzen. Denn nur mit dem hervorragend qualifizierten Personal ist das Arnstädter Werk und damit der letzte große Anbieter im Bereich der Solarentwicklung in Deutschland für Investoren vermutlich von nachhaltigem Interesse.“