13. Juni 2012

Wirtschaftsminister und Oberbürgermeister stehen vor einer Blamage

Die Pressemeldungen nach denen Wirtschaftsminister Machnig und der Erfurter Oberbürgermeister Bausewein mit ihrem Wahlversprechen für die Sanierung des Steigerwaldstadions vor dem Aus stehen könnten, bestätigen laut der Erfurter Landtagsabgeordneten und Stadträtin Susanne Hennig die Zweifel der LINKEN an der Seriosität der Finanzierung.

„Kurz nach Veröffentlichung der Idee die Sanierung über europäische Tourismusfördermittel zu finanzieren, hat die LINKE sowohl im Land wie auch im Erfurter Stadtrat Zweifel angemeldet, ob die Europäische Kommission dies mitmachen wird. Wirtschaftsminister und Oberbürgermeister Bausewein haben sie stets zurückgewiesen. Bestätigt dies sich nun steht Beiden eine Blamage bis auf die Knochen bevor“, bewertete die Stadträtin die ablehnende Haltung der EU. Auch der Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN in Erfurt Michael Menzel habe immer wieder kritische Nachfragen zum Modell „Multifunktionsarena“ angemeldet.

Daher sei auch die Äußerung Machnigs falsch, vor einem Jahr sei die derzeitige Entwicklung nicht absehbar gewesen. „Andere haben sie für möglich gehalten“, erklärte Hennig. „Wenn Oberbürgermeister und Wirtschaftsminister sie nicht absehen konnten, dann aufgrund eigenem Profilierungsbedarf in dem Wahlkampf um die Stadtoberhäupter in Erfurt und Jena. Dieses Wahlversprechen ist ihnen aber jetzt wohl auf die Füße gefallen.“

Stadträtin Hennig drängt jetzt darauf die vorliegenden Alternativen der LINKEN für die Sanierung des Erfurter Stadions schnellstmöglich wieder zu diskutieren. „Bodo Ramelow hat zusammen mit der RWE-Spitze bereits vor Jahren ein Sanierungskonzept vorgelegt. Sollte die Multifunktionsarena endgültig scheitern, müssen Stadtrat und Verwaltung diese Konzepte im Interesse des Erfurter Sports aufgreifen und umsetzen. Schließlich ist der Sanierungsbedarf des Steigerwaldstadions unbestritten.“