11. Januar 2012 Susanne Hennig

Städtisches Eigentum für studentisches Wohnen nutzen

Auf der gestrigen Sitzung des Erfurter Hochschulbeirats wurde erneut die mangelnde Versorgung mit studentischem Wohnraum diskutiert. In den Medien wird seit Anfang Januar der geplante Abriss der ehemaligen Zahnklinik an der Nordhäuser Straße gegenüber dem Universitätsgelände diskutiert.

„Die gemeinsame Diskussion im Beirat hat deutlich gezeigt, dass es aufgrund der steigenden Studierendenzahlen der Erfurter Hochschulen einen gesteigerten Bedarf an studentischen Wohnraum gibt“, unterstützt Susanne Hennig, Studierendenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE Linke im Thüringer Landtag, die Kritik an dem Abriss. „Gerade die gestiegene Zahl internationaler Studierender bedarf bezahlbaren Wohnraums. Deshalb sollten sich Stadtverwaltung und Studentenwerk Thüringen zusammensetzen, um eine gemeinsame Planung für städtisches Eigentum wie die Zahnklinik zu finden. Ein Studierendenwohnheim in dieser Lage wäre aufgrund der Nähe zur Universität und der Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr ideal.“, so Hennig weiter. So steige die Attraktivität Erfurts für Studierende und diese müssten nicht mehr pendeln. Ein Umstand der der Stadt durch steigende Einwohnerzahlen nutzen werde.

Auch Michael Menzel, Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN.Erfurt spricht sich für eine solche Lösung aus und ergänzt: „Gemeinsame Initiativen für studentischen Wohnraum wären auch bei anderen Objekten der Stadt zu überlegen. Ein Beispiel dafür wäre das alte Gesundheitsamt. Dessen Nähe zum Studentenzentrum Engelsburg macht es ebenfalls zu einem interessanten Standort für studentisches Wohnen. Die Stadtverwaltung sollte bei solchen Objekten ruhig kreativ werden.“ Man müsse auch in andere Städte schauen, wo solche Projekte schon umgesetzt worden seien, um sich Anregungen für die eigenen Planungen zu holen.