9. Februar 2012 Matthias Bärwolff

Auflösung der Stiftung FamilienSinn ist möglich - Chance jetzt nutzen

"Mit dem Abgang von Stiftungskurator Illert ist die größte Hürde zur Auflösung der Stiftung FamilienSinn gefallen, jetzt muss die Sozialministerin handeln!", fordert Matthias Bärwolff, sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag.

DIE LINKE will, dass sich der Sozialausschuss des Landtags mit den Möglichkeiten einer Auflösung der Stiftung FamilienSinn befasst und die Regierung darlegt, wie es mit der Stiftung und der Familienpolitik weitergeht. "Die Stiftung ist ein undemokratisches Gebilde, das erschaffen wurde, um Familienpolitik weit weg von der parlamentarischen Kontrolle zu betreiben. Besonders kritisch muss z. B. die sog. Eltern-Akademie gesehen werden, denn diese hat weder etwas mit Bildungsangeboten für Eltern noch mit Wissenschaft zu tun!", so Bärwolff weiter. 

Nachdem der Landtag der Stiftung den Kapitalstock weggekürzt hat, bleibe ein Wasserkopf übrig, dessen Aufgaben auch vom Ministerium direkt erledigt werden können, ohne den Umweg einer Stiftung gehen zu müssen.

Die Landesregierung solle im nächsten Sozialausschuss berichten, wie sie die Familienpolitik organisieren will. "Gründe, die für den Erhalt der Stiftung sprechen, sind mir bisher nicht bekannt", sagt Bärwolff abschließend.