24. April 2010 Susanne Hennig

Akademische Bildung in Deutschland hauptsächlich für einen elitären Kreis

„Die neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) bestätigt erneut
die soziale Benachteiligung einkommensschwacher Schichten in Deutschland.
Damit wird wiederum klar: Ziel der akademischen Bildung in Deutschland ist es
nicht, die talentiertesten und klügsten Köpfe zum Studium zu bringen, sondern
sie hauptsächlich für einen elitären Kreis zu sichern“, erklärt Susanne Hennig,
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag für Studierendenfragen.
Die Ungerechtigkeit setze sich auch während des Studiums in doppelter Form fort:
Studierende aus weniger finanzstarken Elternhäusern seien neben ihrer Ausbildung
gezwungen, für ihren Lebensunterhalt zu jobben und müssten stärker Darlehen in
Anspruch nehmen. Damit stünden sie auch beim Berufsstart mit Schulden schlechter
situiert da als Kinder reicherer Eltern. „Es bleibt dabei, Deutschland leistet sich eines
der ungerechtesten Bildungssysteme“, sagt die Abgeordnete der LINKEN.

Susanne Hennig weiter: „Volkswirtschaftlich ist diese Entwicklung fatal, da Chancen
unwiederbringlich nicht genutzt werden. Wir bleiben dabei: Das Studium muss
kostenfrei sein und die Rahmenbedingungen für Studierende müssen sich verbessern.
Dazu ist ein bedarfsdeckendes elternunabhängiges Bafög unabdingbar.“